In Maschinen, Anlagen und Outdoor-Geräten muss die Bedienung auch bei Schmutz, Nässe und elektromagnetischen Störungen zuverlässig funktionieren. Welche Touch-Technologie dafür passt, hängt vom Einsatzumfeld ab. Wir liefern kapazitive und resistive Touch-Sensoren, auf Wunsch kombiniert mit Coverlens und Bonding zu einer fertigen Bedieneinheit. Form, Farbe und Logobedruckung lassen sich an Ihr Corporate Design anpassen.

Worauf es bei der Auswahl ankommt
Diese Fragen helfen bei der ersten Einordnung:
- Wird mit Handschuhen, Stift oder bloßem Finger bedient?
- Ist das Gerät Nässe, Schmutz oder direkter Witterung ausgesetzt?
- Gibt es starke elektromagnetische Störquellen in der Umgebung?
- Braucht es eine Oberflächenbehandlung auf der Coverlens?
Wie z.B. AG, AR oder AF?

Kapazitiver Touch
Bei einem kapazitiven Touch genügt eine leichte Berührung. Der Sensor erfasst die Änderung eines elektrischen Feldes an der Oberfläche und berechnet daraus die Position. Mehrere Berührungen gleichzeitig sind möglich, Eingaben erfolgen präzise und ohne spürbaren Druck.
Da der Sensor hinter einem kratzfesten Deckglas sitzen kann, eignet er sich gut für Geräte im Freien und für Anwendungen mit hohen Ansprüchen an die Optik.
In der Regel wird der Sensor kundenspezifisch ausgelegt, weil er zusammen mit der Coverlens eine Einheit bildet. Zusätzliche kapazitive Tasten lassen sich individuell definieren.
Ebenso können zusätzliche kapazitive Tasten individuell definiert werden.

Resistiver Touch
Ein resistiver Touch reagiert auf Druck und lässt sich mit dem Finger, einem Stift oder einem Handschuh bedienen. Er besteht aus zwei leitfähigen Schichten, die sich bei Druck an der Berührungsstelle verbinden. Aus dem elektrischen Widerstand wird die Position bestimmt und an das System weitergegeben.
Resistive Touch-Sensoren sind weniger empfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen (EMV). Deshalb werden sie häufig in Umgebungen mit erhöhter Störbelastung eingesetzt.

Coverlens
Die Coverlens, auch Deck- oder Frontglas genannt, schützt das Display vor Umwelteinflüssen und ist zugleich ein Gestaltungselement.
Individuell festlegbar sind:
- Größe und Dicke des Glases
- Härte bzw. Kratzfestigkeit
- Kantenform (abgerundet oder angewinkelt)
- Form, Beschichtung und Farbe
- Logobedruckung und Sichtschutz-Rahmen um das Display

Bonding
Beim Bonding werden Touch-Sensor, Coverlens und Display durch Klebetechnik zu einer Einheit verbunden.
Es gibt zwei grundlegende Verfahren:
Airgap-Bonding: Das Display wird mit umlaufendem doppelseitigem Klebeband am Touch-Sensor befestigt. Zwischen beiden bleibt ein Luftspalt. Die Variante ist einfacher und kostengünstiger und eignet sich für saubere Innenbereiche.
Optical Bonding: Display und Touch-Sensor werden vollflächig mit einem optisch klaren Klebstoff verbunden. Das macht die Einheit dicht gegenüber Staub und Schmutz, stabiler und optisch hochwertiger ("All-Black-Effekt"). Ein Luftspalt, der Reflexionen verursacht, entfällt.
Beim Optical-Bonding wird das Display und der Touch-Sensor mit UV-gehärtetem OCA (Optical Clear Adhesive) oder PSA-OCA (Pressure Sensitiv Adhesive) verbunden. Diese intensivere Verfahren bieten Vorteile wie Dichte gegenüber Staub- und Schmutzpartikeln, eine höhere Gesamtstabilität sowie eine optisch ansprechendere Lösung durch den "All-Black-Effekt".
FAQ
Ihre Anforderung, unsere Beratung

Sie haben eine erste Idee oder eine konkrete Anforderung? Unsere Vertriebsingenieure unterstützen Sie bei Auswahl und Auslegung.





